11. Tag – Bryce Canyon Nationalpark

Wir schliefen beide recht schlecht, ich war vor 04:00 munter, konnte nicht mehr so recht einschlafen. Ständig schaltete sich die Heizung ein also mußte es auch entsprechend kalt draußen sein. Als wir um 06:30 aufstanden hatte es 3,3°C draußen, wir zogen uns jeder 2 Pullover an, machten uns auf den Weg zum Sunrise Point um den Sonnenaufgang festzuhalten. Mit der Zeit wurde es dann doch wärmer, es liefen auch einige Menschen nur mit T-Shirt und Shorts herum, uns fröstelte bei diesem Anblick! Etwa gegen 08:00 gingen wir dann zum Wohnmobil zurück, waren beide der Meinung, dass es erst 07:00 war weil wir unsere Uhren noch auf Pacific Time gestellt hatten. Da wir den Generator erst ab 08:00 starten durften hatten wir noch eine Stunde zum Ausrasten. Ich versuchte die Super Call Card, die wir vom Reisebüro bekommen hatten, aufzuwerten. Es war Vatertag, ich wollte gerne zu Hause anrufen. Nach langem Warten am Telefon bis ein deutscher Bearbeiter frei wurde der mir dann auch noch zig Fragen stellte hatte ich dann meinen Zugangscode, in etwa 2 Stunden sollte ich damit auch telefonieren können.

Ich legte mich dann noch eine Weile auf’s Ohr und dann dämmerte es mir, dass wir uns mit der Uhrzeit vertan hatten aber egal, uns lief hier ja nix davon 🙂 Wir frühstückten gemütlich und da heute Sonntag war gab es auch die Frühstückseier die wir ja am Vorabend gekocht hatten. Nach dem Abwasch und der Morgentoilette probierte ich gleich aus, ob meine Super Call Card funktioniert – tat sie auch aber bei den Eltern war leider niemand zu Hause. Wir fuhren dann los um den Bryce Canyon bis in die hintersten Winkel zu erforschen. Erst fuhren wir bis zum „Rainbow Point“, dem Ende der Straße, anschließend „hantelten“ wir uns von View Point zu View Point weiter wobei die meisten nicht mehr allzu Außergewöhnliches für uns boten. Die Natural Bridge und der Bryce Point waren auch noch sehr schön, boten einiges zum Fotografieren.

Gegen 13:00 machten wir noch einen Abstecher zum Visitor Center wo ich eine CD mit Native Music kaufte, wir fuhren auch gleich zur Dumping Station um die Abwasserbehälter zu entleeren, die Frischwasserbehälter aufzufüllen. Da wir beide ziemlich müde waren fuhren wir zum Campingplatz zurück, aßen Nektarinen, plauderten, dösten, ich schrieb am Blog weiter bzw. ein paar Ansichtskarten.

Gegen 16:00 rafften wir uns dazu auf noch eine kleine Wanderung in den Canyon hinunter zu starten, gingen wieder zum Sunset Point wo ein Schild den Navajo Trail mit 1,2 Meilen Länge angab, dem wir dann auch folgten. Der Weg führte in Serpentinen hinunter, bald erkannten wir was wir bisher versäumt hatten wenn wir diesen Trail nicht gegangen wären denn er bot ein wirklich neues Bild des Canyons da wir jetzt nicht mehr auf ihn hinunter blickten sondern uns mittendrin befanden. Bizarre Felsformationen, dazwischen immer wieder Nadelbäume und ein strahlend blauer Himmel. Wir waren dann auch froh erst so spät hier herunter los gestartet zu sein denn das Licht war wirklich toll zum Fotografieren – ein wirklich unbeschreibliches Erlebnis!

Nachdem wir noch einen letzten Blick auf den Bryce Canyon geworfen hatten trotteten wir zum Wohnmobil zurück, es war schon fast 18:00 und wir hatten mittlerweile einen ziemlichen Kohldampf. Wir kochten uns rasch Spaghetti, danach saßen wir noch mit Bier und Chips auf den Campingstühlen im Freien. Als es nach dem Sonnenuntergang bis auf 15°C abkühlte übersiedelten wir in das Wohnmobil, gingen kurz nach 22:00 schlafen. Draußen hatte es mittlerweile knapp über 10°C.

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