9. Tag – Hells Gate

Wie schon am Vortag sah ich vor dem Schlafengehen den Sternenhimmel was auf schöneres Wetter hoffen ließ, in der Nacht regnete es dann wieder und als ich gegen 07:00 aufstand war der Himmel voller Wolken. Ich machte mir dann Frühstück, als ich so vor dem Frühstücksraum im überdachten Freien saß war ich recht lang ganz alleine bis zwei Australier kamen die um diese Uhrzeit bereits den BBQ-Griller anwarfen um sich Burger zu grillen. Ich war dann aber eh schon fertig, erledigte den Abwasch und die Morgentoilette, verließ den Campingplatz kurz vor 09:00.

Ich fuhr dann in das Gebiet mit regen geothermalen Aktivitäten, in meinem Reiseführer wurde „Hells Gate“ (Pforte zur Hölle) als am interessantesten erwähnt also fuhr ich dort hin, nach gut 90 Minuten Fahrt war ich dann dort. Die Runde war recht interessant, dauerte eine gute Stunde, es gab auch die Kakahi Falls, ein warmer Wasserfall wo sich früher die Krieger gewaschen haben. Der hatte auch Inschriften, ob die etwas altes beschrieben oder von Kids aus der Neuzeit rein gemeißelt wurden konnte ich nicht feststellen. Interessant war auch der sogenannte „Mud Vulcano“ also ein Vulkan aus Schlamm wo nicht das erstarrende Lava sondern Schlamm den Vulkan immer größer werden ließ. Als Abschluss durfte man dann seine Füsse in heißem Schlamm baden was nach der Runde ganz angenehm war 🙂

Ich kaufte mir im Cafe von Hells Gate eine Kleinigkeit zum Essen und zum Trinken, schaute mir im Reiseführer und auf der Karte an wie ich mich weiter in den Süden Richtung Wellington vorarbeiten sollte. Erst wollte ich eher noch in der Nähe bleiben aber dann hätte ich am Mittwoch viel zum Fahren also beschloß ich bis Napier zu fahren, dort fand ich einen Campingplatz in Clifton der am Strand liegt also wählte ich diesen aus. Es waren 230km zu fahren, es ging einige Zeit durch eine eher fade Landschaft die eher an eine Hochebene erinnerte bevor es dann doch wieder interessanter wurde. Das Wetter wurde auch immer schöner, witzigerweise erinnerte mich „Napier“ an „Napa Valley“ in Kalifornien wo es warm ist und Wein angebaut wird, in Napier gibt es auch Weingärten, es wurde das Wetter besser 🙂

Als ich zu dem Ort kam wo der Campingplatz sein sollte war irgendwie die Strasse aus, es sah so aus als ob nur Mitglieder von was weiß ich weiter fahren durften. Ich sah aber dann, dass es doch zum Campingplatz ging also fuhr ich weiter, die Rezeption sah irgendwie aus als ob hier die Zeit irgendwann in den 70’er stehen geblieben war, die ältere Dame war auch nicht allzu freundlich aber ich kriegte einen Stellplatz direkt am Strand und das ist doch auch etwas 🙂

Ich räumte erst mal die Waschmaschine mit meiner Schmutzwäsche voll, dadurch, dass der Stauraum im Camper recht wenig und beengt ist wollte ich sie zeitnah waschen und heute war ein guter Tag dafür. Ich aß eine Kleinigkeit, begann die Bilder für den Blog rauszusuchen und als ich später in den Waschraum ging um meine Klamotten aus dem Trockner zu holen kam eine Dame mit suchendem Blick rein, ich fragte ob ich ihr helfen darf, hörte aber aus dem Englischen raus dass Deutsch ihre Muttersprache ist also redeten wir auf Deutsch weiter. Sie hat hier in Neuseeland noch nie gewaschen, wollte sich anschauen wie das funktioniert und wo man Waschmittel bekommt. Da ich ja eine kleine Packung Persil gekauft hatte tauschten ich einen Teil davon gegen ein Glas Rotwein ein, ich besuchte die Dame und ihren Mann dann in ihrem Wohnmobil, wir saßen dann eine ganze Weile beisammen um zu Plaudern, sie stellten sich als Carola und Bernhard aus Oldernburg vor.

Es war dann schon 22:00 als ich zum Camper zurück kam wo ich noch den Blog-Eintrag des Tages schrieb und bald schlafen ging. Auch wenn hier tagsüber schönes Wetter war macht es der Wind am Strand doch recht kühl, ich saß nach meiner Ankunft nicht allzu lange draußen, sonst hätte ich mir Jacke und lange Hose holen müssen.

2 thoughts on “9. Tag – Hells Gate”

  1. Christine sagt:

    Es ist so interessant, dass es so viele verschiedene Landschaften gibt! Einerseits extreme grüne und saftige Pflanzenwelt, aber dann auch gleich diese steinige Landschaft mit ihren kochenden Seen darin…

    1. Wolfgang sagt:

      Im Süden der Nordinsel war es jetzt nich so interessant wie im Norden, dafür belohnte mich das Wetter 🙂 Bin jetzt schon sehr auf die Südinsel gespannt, die soll noch mehr Vielfalt bieten. Drückt mir bitte die Daumen, dass das Wetter passt, dann gibt es hoffentlich auch viele, schöne Fotos 🙂

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