29. Tag – Neuseelandrallye im Dauerregen

Wie ich richtig vermutet hatte schützte die dichte Wolkendecke in der Nacht dass die Luft abkühlt, es war richtig angenehm zum Schlafen im Camper. Als ich so gegen 07:15 munter wurde hörte ich, dass leise auf das Autodach regnet, blieb noch eine Weile liegen. Ich stand dann gegen 08:00 auf, ging Duschen, rasierte den 8-Tagebart ab 🙂 und dann wurde erst einmal gemütlich gefrühstückt! Mittlerweile regnete es sich ziemlich ein, es war schon etwas mehr als nur ein leichter Regen!

Ich fuhr dann trotz Regen frohen Mutes gegen 10:00 vom Campingplatz in Hanmer Springs los, steuerte den Ort Kaikura an der Küste an wo diverse Touren für Whale Watching (Walbeobachtung), Delphin- und Albatrostouren angeboten werden. Die Strasse war 55 Kilometer lang fast durchgehend eine Baustelle mit Schlaglöchern, Schotter und vielen Kehren zum Fahren, so eine grausliche Strasse bin ich in Neuseeland noch nicht gefahren aber vielleicht waren das Resultate des Erdbebens vom November 2016? Ich war dann froh in Kaikura angekommen zu sein, erst fand ich dort die Delphintouren, die konnten aber nicht fix sagen ob heute etwas statt findet weil das Wetter so schlecht ist, dann fuhr ich zu den Whale Watching Tours die mich aber nur auf eine Warteliste hätten setzen können wo vor mir schon unzählige Leute standen, außerdem war das Wetter recht rauh, die Wahrscheinlichkeit einer Seekrankheit hoch, das tat ich mir nicht an. Die Motivation Albatrosse anzusehen, dafür 150 Dollar zu zahlen war gegen Null also verließ ich Kaikura etwas frustriert.

Ich wollte nicht gleich bis nach Akaroa weiter brettern, gab dazwischen einen Ort an der Küste in das Navi ein der schätzungsweise 50km entfernt lag, wunderte mich, dass das Navi so einen großen Bogen vorschlägt, dafür mehr als 2 Stunden Fahrzeit angibt. Naja, manches Mal beruhigt es sich auch, wenn man eine Weile fährt aber nach ein paar Kilometern Fahrt sah ich schon den Hinweis dass die Route entlang der Küste auf dem Highway 1 gesperrt ist, man muss über das Inland fahren was bedeutete, dass ich die Strasse mit dem schlechten Zustand wieder zurückfahren musste, da half alles nichts, da gab es keine Alternative dazu! Mittlerweile war dort ein Unfall passiert, zwei Autos waren voll ineinander gekracht, ich musste einige Minuten warten bis die Fahrt fort gesetzt werden konnte. So musste ich fast bis Hanmer Springs zurück fahren, war 4 Stunden völlig umsonst nach Kaikura gefahren, dabei eine Rallyetour im Regen gleich zweimal zu bewältigen 🙁

Ich fuhr dann doch bis nach Akaroa weiter auch wenn es noch 3 1/2 Stunden zu fahren waren, da es ohnehin permanent ohne Unterbrechung regnete konnte ich draußen ohnehin wenig anfangen also war Autofahren ohnehin die beste Beschäftigung. Irgendwo auf dem Highway 1 brauchte ich eine Pause und einen Kaffee, blieb an einer kleinen Raststation stehen wo ich den Kaffee „Flat White“ probierte der in Neuseeland so bekannt ist wie bei uns der „Melange“, auch recht liebevoll hergerichtet ist. Im Buch „Gebrauchsanweisung für Neuseeland“ hatte ich davon gelesen dass sie hier recht gerne mit Wellblech arbeiten, teilweise sogar Kunst damit machen, das konnte man auch in dieser Raststation sehen. Auf der Weiterfahrt kam ich dann auch durch Christchurch durch, sah auch die Jucy-Vermietstation unweit des Flughafens wo ich am Dienstag den Camper retournieren muss, da brauche ich dann nicht mehr lange suchen.

Ich kam dann gegen 18:15 in Akaroa am Campingplatz an der zu einer Kette gehört die sonst teuer sind aber ich zahlte für 2 Nächte 40 Dollar was eh OK ist. Ich musste 2x eine Runde fahren bis ich ausstieg um zu Fuss den Stellplatz zu finden weil der relativ versteckt lag, auch etwas wild zum Anfahren war weil es rundherum gleich bergab ging, man aufpassen musste nicht aufzusitzen. Hoffentlich gibt es bei dem Regen keinen Erdrutsch sonst bin ich in der Nacht mit dem Camper am Kinderspielplatz unten 🙂 Ich wollte mir in der Küche Spaghetti kochen, da war aber grad so ein großer Andrang, kein großer Kochtopf frei war und auch die Kochplatten gut belegt waren so dass ich Plan B umsetzte und eine Packung Ravioli am Gaskocher des Campers aufwärmte, als Nachtisch eine Dose Fruchtsalat aß, meine eiserne Ration die ich seit dem ersten Tag nun schon mehr als 5.000km mit mir herumführe 🙂

Ich hatte mir beim Checkin gleich eine Broschüre für Bootstouren, wo man in kleinen Gruppen von maximal 15 Personen Tiere wie Delphine, Pinguine etc. in freier Wildbahn beobachten kann, mitgenommen, stieg auf deren Seite ein um zu sehen ob für die Fahrten an den nächsten beiden Tagen etwas frei ist, bekam für den nächsten Morgen einen freien Platz. Zwar soll das Wetter bis zu meiner Abreise nur mehr Regen geben, somit verabschiedet mich Neuseeland so wie es mich empfangen hat – mit Regen 🙁 , aber schauen wir mal wie es auf dem Boot wird, vielleicht bekomme ich ja noch das eine oder andere Tier vor die Linse?

Ich schrieb dann das Blog des Tages, draußen regnete es immer noch, es hatte den ganzen Tag keine einzige Minute aufgehört 🙁

Leider gibt es heute noch weniger Fotos als gestern aber es gab nicht viel entlang der Strecke, bei dem Regen noch weniger Gelegenheit zum Fotografieren 🙁

2 thoughts on “29. Tag – Neuseelandrallye im Dauerregen”

  1. Hans Kristian Zollner sagt:

    Das tut mir leid das du kein schönes Wetter hast. Hoffe das in den nächsten Tagen das Wetter besser wird! !!! Trotzdem wünsche ich dir noch einen schönen Urlaub.

    1. Wolfgang sagt:

      Danke, dass du mir schönes Wetter wünscht nur so wie das aussieht wird das nichts mehr bis ich abreise. Ich würde mich ja schon freuen, wenn es nicht mehr regnet damit ich in Christchurch noch ein wenig mich umschauen kann!

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